| IPTV Glossar | |
![]() DVCPEDIA Die freie IPTV-Enzyklopädie |
|
| Glossar | |
| Das Glossar soll eine Übersicht und kurze Erklärung der gebräuchlichsten Abkürzungen und Ausdrücke in der IPTV-Welt liefern. | Falls Sie einen Begriff vermissen, schreiben Sie bitte einfach eine Email und wir bemühen uns diesen Begriff schnellst möglichst aufzunehmen. |
Bildwiederholfrequenz
|
Mit der Bildwiederholfrequenz wird die Anzahl der Bilder pro Sekunde beschrieben. Dabei wird zwischen interlaced (es werden Halbbilder gesendet - gerade und ungerade Zeilen des Bildes separat) und progressiv (es werden Vollbilder gesendet) unterschieden. Beispiele:
|
CODEC |
Als CODEC bezeichnet man ein Verfahren zur Datenkompression. Es steht für Coder-Decoder. Dabei kann man grob zwischen verlustfreien Verfahren (lossless) und verlustbehafteten Verfahren (lossy), sowie Hard- und Software-CODECS unterscheiden. Hier eine Liste der bekanntesten CODECS:
Was immer wieder zu Verwirrungen und Verwechslungen führt ist der Unterschied zwischen dem CODEC und der eigentlichen Datei (z.D. AVI, MOV,...). Der Dateityp wird oft auch als Wrapper oder Envelope bezeichnet, was schon sehr gut seine Funktion beschreibt. Er fasst die Audio- und Videoinformation (manchmal auch zusätzliche Daten wie Untertitel,...) lediglich zusammen und indiziert diesen. In einem AVI, MOV o.ä. kann also als CODEC ziemlich alles enthalten sein. Somit sagt eine Dateiendung nur sehr wenig über den eigentlichen Inhalt aus. |
DVB |
DVB steht für Digital Video Broadcast und ist ein Standard für die Ausstrahlung von digitalem Satellitenfernsehen. Video, Audio und Daten, die mehrere Kanäle umfassen, werden in einen einzelnen Multiple Program Transport Stream (MPTS) gebündelt, der daraufhin auf einem Transponder übertragen wird. |
HD |
HD steht für High Definition und ist ein Sammelbegriff für höhere Bildauflösungen. Gebräuchlich sind 1080 und 720. Mit 1080 wird ein Raster von 1920x1080 Bildpunkten und mit 720 ein Raster von 1280x720 Bildpunkten bezeichnet. Das Seitenverhältnis (im Gegensatz zu SD) ist bei HD 16:9. |
IGMP
|
IGMP steht für Internet Group Management Protocol und dient zur Organisation von Multicast-Gruppen. Da bei Multicast die Verwaltung nicht auf den Sendern, sondern auf den Switchen und Routern stattfindet, dient dieses Protokoll dazu den Komponenten mitzuteilen, dass ein Client jetzt einen Multicast empfangen will oder sich von ihm trennt. Es gibt 3 Versionen von IGMP, mit folgenden Eigenschaften:
Für eine sinnvolle Verwaltung von IPTV sollten somit die verwendeten Netzwerkkomponenten zumindest IGMP v2 unterstützen. |
MPEG
|
MPEG ist die Abkürzung für Moving Picture Experts Group eine Gruppe von Experten, die sich mit der Standardisierung von Videokompression und den dazugehörenden Bereichen, wie Audiodatenkompression oder Containerformaten, beschäftigt. Umgangssprachlich wird mit "MPEG" meistens nicht die Expertengruppe, sondern ein spezieller MPEG-Standard bezeichnet. Die am weitesten verbreiteten MPEG-CODECs sind:
|
Multicast
|
Multicast bezeichnet in der Telekommunikation eine Nachrichtenübertragung von einem Punkt zu einer Gruppe (auch Mehrpunktverbindung genannt). Der Vorteil von Multicast besteht darin, dass gleichzeitig Nachrichten an mehrere Teilnehmer oder an eine geschlossene Teilnehmergruppe übertragen werden können, ohne dass sich beim Sender die Bandbreite mit der Zahl der Empfänger multipliziert. Der Sender braucht beim Multicasting nur die gleiche Bandbreite wie ein einzelner Empfänger. Handelt es sich um paketorientierte Datenübertragung, findet die Vervielfältigung der Pakete an jedem Verteiler (Switch, Router) auf der Route statt. Multicast ist die übliche Bezeichnung für IP-Multicast, welches es ermöglicht, in IP-Netzwerken effizient Pakete an viele Empfänger zur gleichen Zeit zu senden. Das passiert mit einer speziellen Multicast-Adresse. In IPv4 ist hierfür der Adress-Bereich 224.0.0.0 bis 239.255.255.255, in IPv6 jede mit FF00::/8 beginnende Adresse reserviert. Zusätzlich wird zur Koordination bei IPv4 das Protokoll IGMP oder CGMP (nur Cisco-Komponenten) benutzt. In IPv6 übernimmt ICMPv6 die Steuerungsfunktion.
|
Querier
|
Als IGMP Querier (oder Rendezvous Point bei Cisco-Komponenten) wird derjenige Switch oder Router bezeichnet, der für die Verteilung und Verwaltung der vorhandenen Multicast-Streams verantwortlich ist. Pro VLAN ist stets nur ein einziger Switch/Router als IGMP-Querier zu konfigurieren. |
RTSP
|
RTSP steht für RealTime Streaming Protocol und ist ein Netzwerkprotokoll zur Steuerung von AV-Streams. Diese findet bei VoD Verwendung und implementiert Funktionen wie Pause, Stop, Play, gehe zu Zeitpunkt,... Innerhalb des RTSP wird normalerweise ein UDP-Unicast Stream gesendet. |
SAP
|
SAP steht für Session Announcement Protocol und ist ein Netzwerkprotokoll, welches Multicast-Multimediasitzungen und andere Multicast-Sitzungen unterstützt und die entsprechende Sitzungskonfiguration an die Clients weiterleitet. Der SAP-Ankündiger sendet dabei periodisch Ankündigungspakete (im Regelfall alle 30 Sekunden) an die allgemein bekannte ("well known") Multicast-Adresse (sap.mcast.net = 224.2.127.254) auf den entsprechenden Port (Standard: 9875). Der SAP-Client horcht auf diesem Port, um eventuelle Anfragen für Multicast-Sitzungen erkennen und annehmen zu können. Im SAP-Annoucement wird eine Zuordnung der Multicast-Adressen zu Kanalnamen übermittelt. Somit können Clients, die SAP unterstützen einfach einen übermittelten Kanal (ARD, Hauskanal,...) auswählen und müssen nicht mühsam die Multicast-Adresse eingeben. |
SD |
SD steht für Standard Definition und ist ein Sammelbegriff für niedrigere Bildauflösungen. Gebräuchlich sind PAL (576i25) mit 720x576 Bildpunkten und NTSC (480i29,79i) mit 720x480 Bildpunkten. Das Seitenverhältnis (im Gegensatz zu HD) ist bei SD 4:3. |
SNMP
|
Das Simple Network Management Protocol, ist ein Netzwerkprotokoll, um Netzwerkelemente (z. B. Router, Server, Switches, Drucker, Computer usw.) von einer zentralen Station aus überwachen und steuern zu können. |
STB
|
Eine Set-Top-Box (STB) ist ein Gerät, das ein externes Signal in ein Format umwandelt, das von einen Fernseher oder LCD wiedergegeben werden kann. Im Normalfall übernimmt eine STB also folgende Funktionen:
|
Syslog
|
Syslog ist ein De-facto-Standard zur Übermittlung von Log-Meldungen in einem IP-Rechnernetz. Dabei sendet das Gerät Syslog-Nachrichten an einen Syslog-Server, der diese sammelt und meist auch für den Administrator tabellarisch und graphisch aufbereitet. |
UDP
|
UDP steht für User Datagram Protocol, einem minimalen, verbindungslosen Netzwerkprotokoll, das zur Transportschicht der Internetprotokollfamilie gehört. Bei UDP handelt es sich um ein "Send and Forget" Protokoll. Es wird also weder überprüft, ob die Datenpakete wirklich alle beim Empfänger angekommen sind noch ob sie dies in der richtigen Reihenfolge tun. UDP ist somit nur sinnvoll in "geschlossenen" Netzwerken einsetzbar, wo man sowohl Einfluß über den Packet-Loss, wie auch über das Routing hat. Für den Transport über das "Public-Internet" sind somit zusätzliche Layer erforderlich. |
Unicast
|
Unicast bezeichnet die Übertragung von Nachrichten zwischen einem einzigen Sender und einem Empfänger. Die dazu verwendete Adresse, die das Ziel eindeutig identifiziert, wird als Unicast-Adresse bezeichnet. Unicast wird immer dann verwendet, wenn vertrauliche oder einzigartige Ressourcen angefordert werden (z.B. Kamera zu Projektor, VoD,...). Für die generelle Verteilung von AV-Signalen im Netzwerk verwendet man Multicast.
|
VoD
|
Video-on-Demand beschreibt die Möglichkeit, digitales Videomaterial auf Anfrage herunterzuladen (Download) oder über einen Video-Stream direkt mit einer geeigneten Software anzusehen. VoD wird von speziellen Servern zur Verfügung gestellt, die dieses meist per RTSP im Netzwerk zur Verfügung stellen. Einen Sonderfall bilden die Internet-Video-Platformen, die die Videos nicht streamen sondern zum Download zur Verfügung stellen. |